Die 4A auf historischen Pfaden am Grazer Kalvarienberg
Am Montag, 13. April 2026, machte sich die 4A auf den Weg zum Grazer Kalvarienberg, um einen besonderen Ort der Stadtgeschichte hautnah zu erleben. Bei einer kurzweiligen und zugleich lehrreichen Führung durch den Zeitzeugen Herrn Hager, begleitet von den Professoren Liebenwein und Tomitz, erhielten wir spannende Einblicke in die Geschichte des Kalvarienbergs – vor allem aber in den beeindruckenden Luftschutzstollen im Inneren des Berges.
Dieser rund 314 Meter lange Stollen wurde im Zweiten Weltkrieg errichtet, als Graz ab 1944 zunehmend Ziel von Bombenangriffen wurde. Bis zu 3000 Menschen fanden hier Schutz vor den Angriffen aus der Luft. Besonders eindrucksvoll war, dass im Stollen bis heute originale Teile erhalten sind, die einen authentischen Einblick in diese schwierige Zeit ermöglichen (beispielsweise Bombenreste). Herr Hager berichtete dabei anschaulich und persönlich, wodurch die historischen Ereignisse für uns noch greifbarer wurden.
Seit 2006 beherbergt der Stollen eine Ausstellung zur Geschichte des Luftschutzes in Graz. Auch heute wird der Ort weiter gepflegt und zugänglich gemacht. Interessant ist auch, dass der Bau solcher Luftschutzstollen notwendig wurde, weil Graz ab 1944 durch die geografische Lage erstmals verstärkt von alliierten Bomberverbänden – insbesondere aus Richtung Italien – erreicht werden konnte. Der Kalvarienbergstollen war einer von mehreren Schutzräumen in der Stadt, die in dieser Zeit entstanden. Heute gilt der Stollen als wichtiges Zeitdokument, das an die Auswirkungen des Krieges auf die Zivilbevölkerung erinnert.
Der Besuch war für die 4A nicht nur eine spannende Exkursion, sondern auch eine eindrückliche Begegnung mit der Geschichte – direkt unter unseren Füßen. Viele von uns werden diesen Ausflug sicher noch lange in Erinnerung behalten.


